Nach Jahrzehnte-Hagel im Baselbiet – Schäden in Millionenhöhe

Nach den heftigen Unwettern der vergangenen Woche wird das Ausmass der Schäden langsam klar. Vor allem eine Region war besonders stark betroffen.

Bis zu fünf Zentimeter grosse Hagelkörner prasselten vor einer Woche auf das Baselbiet. Meteo Schweiz sprach von Hagelschauern, die in der Region nur alle zehn Jahre vorkommen. Die heftigen Unwetter der vergangenen Woche sorgten in der Region für Schäden an Häusern und Autos zugleich. Nun wird das Ausmass ersichtlich.

 

Bei der Basellandschaftlichen Gebäudeversicherung (BGV) gingen bis am vergangenen Freitag 1060 Schadenmeldungen ein. Die mutmassliche Schadensumme beläuft sich bislang auf zirka fünf Millionen Franken. Es gingen aber weiterhin Anrufe mit Schadenmeldungen ein, sodass die Schadensumme noch nicht abschliessend berechnet werden könne.

Laufental am stärksten betroffen

Besonders stark betroffen war das Laufental. Insbesondere aus Laufen, Brislach, Röschenz und Zwingen kamen viele Schadenmeldungen. Die BGV spricht dabei von einem «grösseren Hagelereignis». Es handle sich aber mehrheitlich um kleinere Schäden wie Dellen an Lamellenstoren.

Deutlich geringer fielen die Unwetter-Schäden im Stadtkanton aus. Die Gebäudeversicherung Basel-Stadt verzeichnet bislang 60 gemeldete Schadenfälle für die vergangene Woche. Die Kosten dürften sich auf 120’000 Franken belaufen.

Hunderte Hagelschäden an Autos gemeldet

Neben Gebäuden wurden vor allem Fahrzeuge durch den Hagel beschädigt. Bei der Versicherung Baloise gingen rund 800 Schadenmeldungen aus den beiden Basel ein. Die genauen Kosten können noch nicht beziffert werden.

Ein ähnliches Bild zeichnet sich bei der Versicherung Helvetia ab, wo bislang etwa 600 Hagelschäden gemeldet wurden. Man gehe aber davon aus, dass in den kommenden Tagen weitere Fahrzeugschäden angemeldet werden.

Auch die Landwirtschaft war von den Unwettern betroffen. Die Hagelversicherung «Schweizer Hagel», bei der rund 600 Versicherte aus der Region Basel stammen, gingen bislang rund 80 Schadenmeldungen ein. Die erwartete Schadensumme beträgt 400’000 Franken.

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