Jahresbericht zu den Immobilien im Finanzvermögen 2021

Der Kanton engagiert sich mit seinen Immobilien im Finanzvermögen für mehr preisgünstigen Wohnraum, eine ressourcenschonende Entwicklung und für die Ansiedlung von Unternehmen, die neue Arbeitsplätze in Basel schaffen. Der Jahresbericht beschreibt die Entwicklung und zukünftige Projekte zugunsten der Bevölkerung und der Wirtschaft.

Mit den Immobilien im Finanzvermögen verfolgt der Regierungsrat sozial-, wirtschafts- und umweltpolitische Ziele. Dazu gehört unter anderem die Schaffung von preisgünstigem Wohnraum, die CO2-Neutralität im Betrieb der Liegenschaften und die Sicherstellung von Geschäftsflächen. Der Gesamtportfoliowert für die Immobilien im Finanzvermögen beträgt per Ende 2021 insgesamt 3,526 Milliarden Franken und ist damit um 75 Millionen höher als per Ende 2020.

Umwelt und Ökologie: Reduktion des CO2-Ausstosses
Der Jahresbericht bildet die energetische Entwicklung des Portfolios im Finanzvermögen von 1990 bis 2021 ab. Im Jahr 2021 liegt der CO2-Ausstoss um 55 Prozent unter dem Durchschnittswert des Schweizer Gebäudeparks. Insgesamt konnte der CO2-Ausstoss von rund 26 Kilogramm CO2-Äquivalenten pro Jahr und Quadratmeter Energiebezugsfläche im Jahr 1990 um über 70 Prozent auf 7 Kilogramm im Jahr 2021 gesenkt werden. Der CO2-Absenkpfad für das Finanzvermögen hat das Ziel, bis zum Jahr 2040 eine CO2-Neutralität im Betrieb zu erreichen. Die Produktion von Solarstrom auf Liegenschaften im Finanzvermögen konnte 2021 gegenüber dem Vorjahr um 46,5 Prozent gesteigert werden – auf insgesamt 1.2 Millionen kWh. Das entspricht dem Strombedarf von 348 Haushalten.

Wohnbauprogramm 1000+ und gemeinnützige Wohnbauträger
Mit rund 2103 Wohnungen verfügt das Finanzvermögen über einen Anteil von rund zwei Prozent des gesamten Wohnungsbestandes im Kanton Basel-Stadt. Rund 20 Prozent der Wohnungen sind an die Sozialhilfe Basel-Stadt vermietet. Mit dem Wohnbauprogramm 1000+ wird der Kanton in den kommenden zehn bis 15 Jahren rund 1000 neue preisgünstige Wohnungen im Finanzvermögen erstellen. Die Umsetzung hat begonnen und die ersten 18 Wohnungen am Hirtenweg in Riehen sind bereits bezogen.

Die Zusammenarbeit mit den Genossenschaften als gemeinnützige Wohnbauträger wird seit Jahren intensiviert. Ein wichtiges Instrument ist der auf die Bedürfnisse der Genossenschaften ausgerichtete «Partnerschaftliche Baurechtsvertrag Plus». Aktuell sind über 4100 Genossenschaftswohnungen auf Baurechtsparzellen des Finanzvermögens erstellt. Das sind rund 40 Prozent des gesamten Bestandes an Genossenschaftswohnungen.

Von den laufenden Arealplanungen zur Realisierung von neuem Wohnraum sind insbesondere die Areale Lysbüchel (Volta Nord), Am Walkeweg und Rosental Mitte zu nennen. Auf allen Arealen sind – neben Baurechtsabgaben an Genossenschaften – auch Eigeninvestitionen des Kantons im Rahmen des Wohnbauprogramms 1000+ vorgesehen.

Erwerb von Wirtschaftsflächen sichert Arbeitsplätze
Mit dem Erwerb von Wirtschaftsflächen fördert der Kanton die Ansiedlung von neuen Unternehmen. Zudem schafft er Rahmenbedingungen für den Verbleib und die Expansion von bestehenden Unternehmen in Basel-Stadt. Mit Rosental Mitte verfügt er über ein grossflächiges Wirtschaftsareal. Es wird in den nächsten Jahren zu einem repräsentativen Wirtschaftsstandort und integralen Stadtteil transformiert. Begleitend zu den verschiedenen Bauprojekten wird das Areal schrittweise geöffnet. Auch auf dem Areal Lysbüchel sind mit dem Transformationsprojekt «ELYS» grosse Mietflächen für Kultur, Freizeit, Bildung und Gewerbe entstanden.

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