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Das war mal das bekannteste Kaufhaus der Stadt – «mir blutet das Herz»

Der Globus am Marktplatz wird komplett renoviert. Vom denkmalgeschützten Gebäude bleibt nach dem Umbau nur noch die Fassade übrig. Bilder von der Baustelle machen nun in den sozialen Medien die Runde.

Das Kaufhaus Globus am Marktplatz in Basel wird zurzeit umgebaut. Seit knapp einem Jahr besteht die Baustelle bereits. Nun wurden auf dem renommierten Blog Architektur Basel Bilder der Grossbaustelle veröffentlicht. In den sozialen Medien schlagen die Fotos hohe Wellen. Es scheint, als ob das Ausmass des Umbaus nun vielen Userinnen und Usern so richtig klar wird.

Vom alten Globus wird nach der Sanierung bloss die Fassade übrig bleiben. Übrig ist jetzt nur noch das Gerippe des Kaufhauses. «Dass der Umbau solch ein Ausmass annehmen würde, war mir auch nicht bewusst», sagt Architekt und Blogger Lukas Gruntz. Gruntz ist auch Mitglied der kantonalen Kommission für Denkmalsubventionen.

Riesige Baustellen-Dimension
«Obwohl der Gedanke hinter dem Erhalt der Fassade der Denkmalschutz ist, kommt die Dimension der Baustelle fast schon einem Neubau gleich.» Man müsse sich fragen, ob die historische Substanz des Gebäudes darunter nicht leide, so Gruntz weiter.

Die Neueröffnung wird voraussichtlich im Winter 2025 stattfinden.

User sind erstaunt über Abbruch.
Obwohl die alte Fassade des Globus bestehen bleibt, ändert sich auch aussen am Kaufhaus einiges. Wie auf den Visualisierungen zu sehen ist, wird der Haupteingang rekonstruiert. Allgemein soll die Fensterfront im Erdgeschoss eleganter und offener gestaltet werden, heisst es vonseiten des zuständigen Architekturbüros.

Auf Facebook interessieren die Bilder der Baustelle sehr. «Ich bin erstaunt, wie viel abgebrochen wird bei der ‹Sanierung›», schreibt eine Userin. Ein Mann, der laut eigenen Aussagen ein Globus-Angestellter war, kommentiert emotional. «Mir blutet das Herz, wenn ich die Bilder sehe und ich frage mich natürlich auch irgendwie, ob das sein musste», schreibt er.

Prägnante Arkaden verschwinden
Auffallend ist vor allem das Verschwinden der prägnanten Arkaden: ein Anbau aus den 1970er-Jahren und deshalb nicht vom Denkmalschutz betroffen. Gruntz meint dazu: «Die Arkade war stadträumlich wichtig. Sie gab dem Raum Luft, obwohl sie mit dem Inneren des Kaufhauses nicht direkt kommunizierte.» Rein wirtschaftlich scheine der Platz im neuen Konzept mehr herzugeben als die Überdachung aus den 70ern.

Artikel von: www.20min.ch
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