Ein neues Leitbild für den Wald in den beiden Basel 2050

Heute, am 21. März 2022, dem Internationalen Tag des Waldes, haben die Regierungsräte Thomas Weber und Kaspar Sutter mit dem Amt für Wald beider Basel das neue Leitbild für den Wald in den beiden Basel 2050 vorgestellt. Das Leitbild schafft die Grundlage für eine gemeinsame Gestaltung der Zukunft der hiesigen Wälder. Ebenfalls liegen die Ergebnisse der repräsentativen Bevölkerungsumfrage «Waldmonitoring soziokulturell WaMos3» auf nationaler und kantonaler Ebene vor.

Der Wald ist mit verschiedenen Herausforderungen konfrontiert: Klimawandel, hohe Stickstoffeinträge, zunehmender Erholungsdruck. Damit der Wald seine vielfältigen Leistungen auch in Zukunft erbringen kann, ist er auf Pflege und Unterstützung angewiesen. Wie diese mit Blick ins Jahr 2050 gestaltet werden sollen und wie die verschiedenen Akteure zusammenarbeiten wollen, ist in das neue Leitbild für den Wald in den beiden Basel 2050 eingeflossen. Die bedürfnis- und naturgerechte Nutzung des Waldes soll allen Anspruchsgruppen möglich sein.

Acht Leitsätze für den Wald von morgen

Mit acht Leitsätzen zu Themen wie Klimawandel, Ressourcennutzung, Erholung, Sensibilisierung der Öffentlichkeit und auch Waldmanagement und Finanzierungsmechanismen wird eine Vision für einen vielfältigen und widerstandsfähigen Wald entworfen. Ein Ziel des Leitbilds ist beispielsweise, die positiven Einflüsse des Waldes auf das Klima wie CO2-Bindung und Kühleffekte zu fördern. Holz soll als erneuerbarer und klimaneutraler Rohstoff nachhaltig genutzt und verwendet werden. Vitale, siedlungsnahe Wälder sollen Abkühlung, frische Luft und Wasserrückhalt bringen und gleichzeitig als qualitativ hochstehender Erholungs- und Gesundheitsraum dienen.

Wichtige Voraussetzung für das Erreichen der Leitbild-Ziele ist das Bewusstsein der Bevölkerung für die Leistungen des Waldes. Dieses muss in Zukunft stärker gefördert werden. Wichtig sind auch zielgerichtete Finanzierungsmechanismen für die von der Öffentlichkeit nachgefragten Wald-Leistungen.

Partizipativer Prozess

Das Amt für Wald beider Basel entwickelte das neue Leitbild Wald 2050 vergangenes Jahr zusammen mit allen organisierten Anspruchsgruppen. Dazu gehören Waldeigentümerinnen, Einwohnergemeinden, Forstbetriebe, Jägerinnen, Naturschützer, Sportlerinnen, Waldpädagogen. Auch die Umsetzungsplanung wird in den folgenden Monaten mit diesen Anspruchsgruppen vorbereitet. Diese gemeinsame Verantwortung für den Wald von morgen und die Zusammenarbeit der verschiedenen Beteiligten ist im neuen Leitbild grossgeschrieben. Vergangene Woche haben die beiden Kantonsregierungen das Leitbild zur Kenntnis genommen.

Bevölkerungsumfrage «Waldmonitoring soziokulturell WaMos3»: Freuden und Sorgen

Alle zehn Jahre wird eine nationale Umfrage «Waldmonitoring soziokulturell (WaMos3)» gemacht, um das Verhältnis der Bevölkerung zum Wald zu untersuchen. Erstmals gaben die Kantone Basel-Landschaft und Basel-Stadt eine kantonale Verdichtung in Auftrag, damit auch statistisch relevante Aussagen für die Kantonsgebiete möglich sind. Die Haltung der Bevölkerung unterstützt die Stossrichtungen des Leitbilds und ist eine wichtige Grundlage für die zukünftige Waldpolitik.

Die Auswertung zeigt, dass den Befragten der Wald in der Region Basel gefällt. Sie besuchen ihn oft und sind zufrieden mit der Bewirtschaftung. Sie fühlen sich gut über den Wald informiert und: Sie machen sich Sorgen um die Gesundheit des Waldes.

Der Wald ist ein äusserst beliebter Naherholungsraum. Im Durchschnitt geben die Befragten an, wöchentlich knapp zwei Stunden im Wald zu sein. Besonders gefällt, wenn es nach Wald riecht, Naturgeräusche zu hören sind und wenn es Gewässer gibt. Die drei häufigsten Aktivitäten im Wald sind wandern und spazieren, die Natur beobachten und «einfach sein».

Im Vergleich zum nationalen Ergebnis ist das Thema Wald im Klimawandel in der Region Basel signifikant präsenter. Hier fühlt sich die Bevölkerung besser zum Thema informiert, sieht den Wald häufiger durch den Klimawandel gefährdet, schätzt die Waldgesundheit als eher schlecht ein und gibt häufiger an, Veränderungen durch den Klimawandel wie abgestorbene Bäume gesehen zu haben. Neben dieser Sorge um den Wald im Klimawandel scheinen die Massnahmen, die vom Amt für Wald beider Basel gefördert und von den Waldeigentümern und Forstbetrieben umgesetzt werden, verstanden zu werden: Die Zustimmung zur Förderung und Neupflanzung von klimaangepassten Baumarten oder zur Sperrung von Wegen oder Waldabschnitten aufgrund trockenheitsbedingter Baumschäden ist in der Region einiges höher als in der Schweiz.

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